Steiermark

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Österreich und das Dialogische Lernen (Ruf&Gallin)

„Überall, wo Menschen sich als Ich und als Du begegnen, muss mit Andersartigkeit, gar Fremdheit des Gegenübers gerechnet werden. Und genau an dieser Stelle liegt das konstruktive Potential eines Widerspruchs.“

Eben dieser konstruktive Gegenpol zu tradierten und altbewährten Mustern könnte es gewesen sein, der das Interesse einiger weniger Personen in der Steiermark geweckt hat. Das Bild des kleinen gallischen Dorfes scheint überspitzt, doch augenzwinkernd angebracht.

Acht Bildungseinrichtungen ließen sich vertrauensvoll unter dem Geleit von Juliane Müller (Schulaufsicht), Christine Fischer (Schulleiterin), Michaela Reitbauer (Fachdidaktikerin Deutsch) und Wolfgang Pojer (Schulaufsicht Bereich Grundschulen) auf das Wagnis, mit dem Lernen - seit 2006 - in den Dialog zu gehen, ein.

Aus vereinzelten Umsetzungsversuchen des Dialogischen Prinzips an acht Bildungseinrichtungen erwuchs eine ungeahnte Energie, die das Dialogische Lernen österreichweit disseminieren sollte.

Gefolgt von erfolgreichen Delegationsbesuchen konnte das Dialogische Lernen in den Landesentwicklungsplan als ein möglicher Zugang zur Individualisierung implementiert werden. Darauf folgten einige Fortbildungsveranstaltungen der PHST, die im Jahr 2019 als Resultat Beachtliches vorweisen konnte.

600 Lehrpersonen wurden in der Steiermark in nur zwei Jahren im Bereich des Dialogischen Lernens (zu Multiplikator/innen) aus- und weitergebildet.

In den Bundesländern wurde nach der Gründung der internationalen Steuergruppe erstmals die Vernetzung, mit folgendem Resultat, in den Fokus genommen.

  • Niederösterreich und Kärnten: je 3 Standorte
  • Oberösterreich und Tirol: je 1 Standort
  • Steiermark: 55 Standorte

Aus wenigen gallischen Widerständigen wurden innerhalb von weniger Jahre beinahe 1000 Pädagog/innen, die durch die Pädagogische Hochschule Steiermark, fachlich hochwertig und kompetent im Dialogischen Lernen (Ruf&Gallin) ausgebildet wurden.

Widerstand zu Dialog. Ex malo bonum. Aus etwas „Schlechtem“ entsteht auch etwas „Gutes“.